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Alexander von Boguszewski
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OH NEIN, die Delos / Microsoft Cloud schützt gar nicht vor Datenabfluss.

AvB Alexander von Boguszewski
· 22. Oktober 2025 · 1 Minute zu lesen
https://www.golem.de/news/innenministerium-baden-wuerttemberg-zugriffe-durch-drittstaaten-bei-delos-cloud-moeglich-2510-201397.html (golem.de)

Statt klar zu sagen „Wir können oder wollen es nicht besser“, kommt dann als Stellungnahme juristischem Kauderwelsch und politischer Wortakrobatik: „nicht in vollem Umfang von vollständiger Souveränität gesprochen werden, da theoretisch Zugriffe auf Anwendungsdaten durch Drittstaaten – zumindest in einer Grauzone – nicht ausgeschlossen werden können“– was für eine peinliche Ausrede!

Dass Drittstaaten – in diesem Fall die USA – theoretisch und praktisch auf unsere Daten zugreifen können, ist doch kein Geheimnis. Wer wirklich digitale Souveränität will, muss eigene Fähigkeiten aufbauen. Punkt. Wer das nicht tut, sollte wenigstens den Mut haben, es offen zuzugeben.
Und ja, den Angriffsvektor Software gibt es auch woanders, aber dieses Rumgeeier ist nur noch nervig.

Wer digitale Souveränität ernst nimmt, muss sie auch konsequent umsetzen. Alles andere ist Augenwischerei.

 

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Europe’s AI opportunity

AvB Alexander von Boguszewski
· 11. September 2025 · 1 Minute zu lesen
#ai | Matthias Tauber (linkedin.com)
That was my message in a recent interview with Fortune - and I believe it captures the heart of Europe’s #AI opportunity. We don’t need to compete head-on with the U.S. or China on foundational models. Our strength lies elsewhere: in real-world adoption, sector-specific applications, and building the infrastructure to support them. The article explores how Europe can build on its industrial base, leadership in renewables, and a focus on sustainable, long-term competitiveness. What do you think is needed to accelerate AI adoption across Europe? Read the full piece here: https://lnkd.in/eDrve375

I think Europe’s AI opportunity lies not in competing with the US or China on scale, but in leveraging its strengths. Europe’s companies are, on average, smaller than their US counterparts. And size matters when it comes to AI adoption. Larger companies can spread the high fixed costs of AI over greater revenues and can deploy AI more effectively thanks to larger datasets. Esp. our smaller organizations need access to affordable compute, high-quality data, and the right funding, advice, and networks to adopt sector-specific AI solutions.And let’s not forget the human side: AI isn’t just about tech—it’s about people. Companies must invest in workforce development, building AI capabilities, and fostering data-centric cultures. In short: Europe’s AI future isn’t about building the biggest models, but about making AI work for businesses of all sizes—especially the small and medium ones that form the backbone of our economy.

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Chatkontrolle – Forscher warnen zu Recht

AvB Alexander von Boguszewski
· 9. September 2025 · 2 Minuten zu lesen
"Single point of failure": 400 Wissenschaftler gegen Chatkontrolle by Nico Ernst (heise online)
Forscher aus 33 Ländern protestieren gegen die massenhafte Überwachung auf Endgeräten. Sie bringe wenig und gefährde die Sicherheit aller, mahnen sie.

Wer heute Client-Side-Scanning zulässt, kann morgen nicht mehr kontrollieren, wer darauf zugreift. Ja, illegale Inhalte müssen schneller gemeldet und bearbeitet werden. Dabei darf jedoch nicht eine Infrastruktur aufgebaut werden, die für alles Mögliche zweckentfremdet werden kann. Client-Side-Scanning schafft nicht nur neue Angriffspunkte für Hacker, sondern kann auch von autoritären Regimen als Werkzeug genutzt werden, um unter dem Vorwand der „Sicherheit“ Dissens zu ersticken. Wer glaubt, das bleibe auf „nur“ Kinderpornografie beschränkt, hat die Geschichte der Überwachung nicht verstanden. Freiheit ist kein Fehler, den man mit dem nächsten Update beheben kann.

Die Geschichte zeigt: Überwachungssysteme wachsen wie ein Krebsgeschwür – sie beginnen mit „guten Absichten“ und enden im Missbrauch. Schon die DDR nahm Schutz vor westlicher Spionage und Staatsfeinden als Grundlage für ein flächendeckendes Überwachungssystem auf, das Millionen Bürger bespitzelte – nicht nur „Verdächtige“, sondern auch Oppositionelle, Künstler, Kirchenmitglieder und Familienangehörige. Das Sozialkreditsystem in China (auch wenn nicht ganz das selbe und wohl von anfang an so gewünscht) hat sich von „Sicherheit“ zu politischer Unterdrückung ausgeweitet. Aber auch wenn heute eine Hintertür nur für „gute Zwecke“ eingebaut wird, öffnet sie morgen für Hacker, Erpresser und autoritäre Regime. Mal abesehen davon wer entscheidet, was „illegal“ ist? Ein fehleranfälliger Algorithmus, der schon heute bei Uploadfiltern  Satire, Kunst und politische Rede blockiert. Die Chatkontrolle wird das auf Steroide setzen – mit der Folge, dass unliebsame,unbequeme  oder algorithmisch schwierig einzuschätzende Meinungen einfach verschwinden. Andere Regierungen wäre es möglich in Deutschland völlig legale Inhalte als „Terrorismus“ einstufen. Jedes EU-Land verwendet eigene Listen „einschlägiger Organisationen“: Die spanische Regierung betrachtet die katalanische Unabhängigkeitsbewegung als Form des Terrorismus, und 2019 forderten französische Strafverfolger über Europol die Löschung von Hunderten Webseiten – darunter Cartoons, wissenschaftliche Veröffentlichungen und Informationen zu Veganismus – unter genau diesem terrorismus Vorwand.

Die Chatkontrolle ist kein Kompromiss – sie ist ein Freifahrtschein für Zensur.

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