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Alexander von Boguszewski
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AvB Alexander von Boguszewski
· 21. Oktober 2025 · 2 Minuten zu lesen

Die Gefahren einer Cloud-Monokultur sind grade offensichtlich geworden.

Gestern hat Amazon gezeigt, wie fragil unsere digitale Welt ist. Ein technischer Fehler in ihrer Infrastruktur, und plötzlich fallen Signal, Fortnite, Snapchat, aber auch Behörden-Systeme aus. Nicht, weil diese Dienste schlecht gebaut wären – sondern weil sie sich freiwillig in die Abhängigkeit eines der drei Hyperscaler begeben haben. Das ist kein IT-Problem. Das ist ein strategisches Versagen. Es zeigt aber vor allem die Bedeutung einer sauberen globalen Infrastrukturarchitektur.
Digitale Souveränität ist kein Buzzword. Sie ist überlebenswichtig. Wenn ein einziger Cloud-Anbieter zum Single Point of Failure für ganze Branchen wird, sind wir systematisch verwundbar. Es geht nicht um „mehr Uptime“, sondern um Architektur, die uns resilient macht: Datenhoheit, entkoppelte Systeme, echte Multi-Cloud-Optionen. All das diskutiere ich seit Jahren wenn ich mit meinen Klienten über Architekturoptionen spreche – doch es wird kaum umgesetzt.
Solange wir uns weiter in die Arme von Amazon, Google & Co. werfen, bleiben wir Geiseln ihrer Infrastruktur. Wir brauchen dringend mehr Investitionen in offene Standards, gemeinsame (europäische) Multi-Cloud-Plattformen sowie politische Rahmenbedingungen, die technologische Eigenständigkeit fördern. Bemühungen diese Souveränität „künstlich“ herzustellen sind zum Scheitern verurteilt, wir brauchen resiliente, und vor allem wettbewerbsfähige Ökosysteme die als echte Architektur Option wahrgenommen werden. Oder warten wir einfach auf den nächsten GAU?

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AvB Alexander von Boguszewski
· 30. September 2025 · 1 Minute zu lesen

Technical Debt? Klar: schlechter Code, AdHoc Fixes, teure Wartung. Das ist lästig, teuer, aber machbar. Doch das echte Problem was ich immer häufiger Wahrnehme ist

Architecture Debt – wenn Systeme, Daten und Prozesse nicht zusammenpassen, sondern gegeneinander arbeiten.

Bildlich gesprochen ist Technical Debt ein undichtes Dach. Architecture Debt wenn das ganze Haus falsch gebaut ist – und du wirfst Jahr für Jahr Geld in Reparaturen, die das eigentliche Problem nicht lösen.
Viele Unternehmen behandeln Architecture Debt wie Technical Debt: Refactoring, neue/bessere Tools, optimierte Implementierunge – und wundern sich, warum alles immer langsamer, teurer und komplizierter wird. Dabei liegt das Problem nicht in der Umsetzung, sondern im Design.
An alle Entscheider: Hört auf, nur die Symptome zu bekämpfen. Stellt nicht die Frage: „Wie bringen wir die nächste Anwendung schneller live?“ Sondern: „Wie bauen wir eine Systemlandschaft, die uns wirklich voranbringt?“
Wer nur Technical Debt angeht, verliert gegen Ineffizienz. Wer Architecture Debt ignoriert, setzt die Zukunft aufs Spiel.

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AvB Alexander von Boguszewski
· 2. April 2025 · 2 Minuten zu lesen

Bei einem Zero-ETL-Ansatz, also einem einfachen Ingest, werden die Daten direkt und ohne aufwändige Aufbereitung aus einer Datenquelle in einen Data Lake eingespeist. Die Rohdaten stehen dann in ihrem ursprünglichen Format für die Analyse und Verarbeitung zur Verfügung. Durch den Verzicht auf eine Pipeline soll die Datenverarbeitung beschleunigt und die Datenintegration vereinfacht werden.

Soweit die Theorie. Warum halte ich dieses Integrationsmuster trotz seiner scheinbaren Vorteile für problematisch?

Wir haben schon seit Jahrzehnten Erfahrung mit Punkt-zu-Punkt-Integration und das Ergebnis mutiert immer wieder zu einer Spaghetti-Architektur. Egal, ob’s um einen neuen Anwendungsfall, eine neue Analyse oder eine neue Verbindung geht: Die Komplexität steigt immer schneller, und am Ende ist das Ganze ein unübersichtliches Netz von Abhängigkeiten. Das macht es äußerst schwierig, Änderungen vorzunehmen oder neue Funktionen hinzuzufügen, ohne dass etwas schief geht. Zusammen mit schlechten Entwurfspraktiken, mangelnder Dokumentation und einer Ansammlung technischer Schulden im Laufe der Zeit führt diese zunehmende Komplexität zu erheblichen Wartungsproblemen, erschwert die Skalierbarkeit und erhöht das Risiko von Softwarefehlern und Systemausfällen. Zero ETL kann zwar kurzfristig Vorteile bieten, aber langfristig scheitert es oft an diesen Herausforderungen.

Eine gute Integrationsarchitektur ist wichtig, weil sie die Anzahl der Abhängigkeiten reduziert. Das heißt, Änderungen und Updates lassen sich leichter durchführen, ohne dass unbeabsichtigte Nebeneffekte auftreten. Außerdem ist es einfacher, neue Anforderungen zu erfüllen oder neue Mitarbeiter einzuweisen. Und wenn die Software weniger komplex ist, ist das Risiko von Fehlern, Systemausfällen und Sicherheitslücken geringer. Und wir können langfristig Kosten sparen, weil wir weniger Wartungsaufwand und technische Schulden haben.

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AvB Alexander von Boguszewski
· 13. Februar 2025 · 2 Minuten zu lesen

In einer Welt, in der Anwendungen immer spezieller werden, ist es wichtig, diese zu verbinden. Benutzer wollen sofort auf alle Funktionen zugreifen können, die vielleicht in verschiedenen Apps oder externen Diensten liegen. Dies stellt Entwickler vor Herausforderungen wie Asynchronität, Teilausfälle und inkompatible Datenmodelle.

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AvB Alexander von Boguszewski
· 23. Dezember 2024 · 4 Minuten zu lesen

Damit ein Data-Projekt erfolgreich ist, muss es gut geplant sein und einen Nutzen erbringen. Ein Project Data Canvas hilft mir dabei, alle wichtigen Punkte eines Projekts klar und übersichtlich darzustellen.

Ein Project Data Canvas beantwortet die wichtigen Fragen: Warum machen wir das Projekt? Wer ist daran beteiligt? Welche Vorteile haben wir? Es hilft, klare Ziele zu setzen und festzulegen, wer was tut. Besonders wichtig ist es, dass alle im Team wissen, was zu tun ist.
Ich benutze das Tool vor allem zu Beginn eines Projekts, aber auch zur Nachverfolgung der Ergebnisse. Besonders inspiriert hat mich das Project Management Handbook von Antonio Nieto-Rodriguez und die 7 W-Fragen Methode aus dem Journalismus. Die Methode hilft Journalisten, alle wichtigen Informationen zu einer Geschichte zu bekommen. Mir hilft sie besser zu verstehen, warum ein Kunde ein Datenprojekt durchführen will und was er damit erreichen will.

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AvB Alexander von Boguszewski
· 20. Dezember 2024 · 1 Minute zu lesen

Die Qualität der Daten bestimmt die Qualität der KI. Wir müssen sicherstellen, dass die Daten, die wir analysieren, auch gut sind. Das bedeutet, die Daten zu bereinigen, vorzuverarbeiten und zu ordnen, um Genauigkeit und Konsistenz zu gewährleisten. Das sollte uns dazu veranlassen, unsere Datapipelines zu verbessern. Investitionen in Data Governance, Datenqualitätssicherung und Datenmanagement sind daher unerlässlich, um einen Mehrwert zu schaffen.

Um die Vorteile der KI voll auszunutzen, muss man seine Daten verstehen. Dazu gehört nicht nur eine solide Wissensbasis, sondern auch die Beherrschung der Metadaten, die die Struktur und Semantik der Daten beschreiben.
Für die Nutzung in der echten Welt brauchen wir außerdem eine zuverlässige Datenlieferkette. Neben einer stabilen und skalierbaren Ingestion und Transformation Pipelines ist auch die Datenqualität und -kontrolle wichtig.

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AvB Alexander von Boguszewski
· 12. Dezember 2024 · 1 Minute zu lesen

Die #Chatkontrolle hat im EU-Rat nicht die nötige Zustimmung bekommen. Die Überwachungspläne sind vorerst vom Tisch – ein Erfolg für Datenschutz- und Menschenrechtsorganisationen. Es ist enttäuschend, aber nicht überraschend, dass Deutschland sein Nein in eine Enthaltung geändert hat. Die Gefahr besteht weiter, dass so oft über die #Chatkontrolle abgestimmt wird, bis alle Beteiligten so genervt sind, dass sie halt „ja“ sagen. Oder die Abstimmung wird auf einen Termin verlegt, an dem alle Fußball-WM gucken, und dann klammheimlich durchgewunken. Die ganze Sitzung (oder Ausschnitte) lassen sich in verschiedenen Sprachen von der offiziellen Seite herunterladen und verbreiten. Interesanter Artikel bei Netzpolitik https://netzpolitik.org/2024/anlasslose-massenueberwachung-auch-ungarn-scheitert-mit-chatkontrolle-im-eu-rat/

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AvB Alexander von Boguszewski
· 17. Februar 2021 · 6 Minuten zu lesen

Das Erstellen von Microsoft Excel-Dashboards ist eine wichtige Fähigkeit für jeden, der mit Daten arbeitet. Mithilfe von Excel-Dashboards können Entscheidungsträger die Daten ihrer Organisation auswerten und fundierte Entscheidungen treffen. Ich werde zeigen, wie Excel-Anfänger interaktive Dashboards auf der Basis von Dropdowns erstellen können.

Um ein realistisches Dashboard zu erstellen, habe ich mir überlegt, auf Basis der Fahrgastzählung der S-Bahn Hamburg, die uns die Deutsche Bahn in ihrem Open Data Portal (https://data.deutschebahn.com/dataset/passagierzahlung-s-bahn-hamburg) zur Verfügung stellt, ein Dashboard über die wichtigsten Bahnhöfe in Hamburg zu erstellen.

Nach dem Herunterladen und Öffnen der Datei können die Rohdaten eingesehen werden. Wir sehen Datensätze für den Zeitraum vom 10.12.2016 bis zum 31.03.2017. Die gelieferten Daten sind nicht weiter aufbereitete Daten (Rohdaten), es wurde auch kein Saldenausgleich vorgenommen, d.h. am Ende der Fahrt ist die Summe der Eingänge nicht unbedingt gleich der Summe der Ausgänge.

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