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Alexander von Boguszewski
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AvB Alexander von Boguszewski
· 1. Oktober 2025 · 1 Minute zu lesen
Souveränitäts-Washing bei Clouddiensten - Kommune21 online | Kommune21 - E-Government, Internet und Informationstechnik | Alice Horstmann | 26 comments (de.linkedin.com)
#Souveränitäts #Washing bei #Clouddiensten Das ist der prägnante Titel des vom Zentrum Digitale Souveränität (ZenDiS) veröffentlichten Whitpapers. Die wichtige Aussagen des Whitepapers sind: 📌 Mit ihrer Größe und Marktmacht haben vor allem die US-amerikanischen Hyperscaler in den vergangenen Jahren faktisch ein Oligopol geschaffen. 📌 Als Reaktion auf das europäische Streben nach mehr Digitaler Souveränität haben die Konzerne neue Produkte generiert, die Souveränität versprechen – aber faktisch nicht liefern. 📌 Die Konzerne verweisen auf den Betrieb in europäischen Rechenzentren, Datengrenzen oder Partnerschaften mit hiesigen Unternehmen. Aber dieses Souveränitätsversprechen hat in technischer, rechtlicher und operativer Hinsicht keinen Bestand. 📌 Die neue "Verpackung altbekannter Abhängigkeiten“ kann als Souveränitäts-Washing bezeichnet werden. 📌 Der Begriff #DigitaleSouveränität wird von den Konzernen im eignen Sinne umgedeutet. 📌 Digitale Souveränität hängt aber nicht allein an Rechenzentrumsstandorten oder Betriebsmodellen, denn Update-Zyklen führen zur Betriebsabhängigkeit 📌 Ein strukturbedingter Plattform-Lock-in bleibt bestehen, denn der Aufwand eines Plattformwechsels ist in technischer, organisatorischer und finanzieller Hinsicht zu hoch und die Portabilität von Daten und Workloads ist quasi nur auf dem Papier gegeben. Das sind Fakten, die von der Politik nicht ignoriert werden dürfen! | 26 comments on LinkedIn

Der Post trifft den Nagel auf den Kopf; Ein paar europäische Rechenzentren, ein paar Partnerschaften, ein bisschen Marketing – und plötzlich soll alles gut sein?

Wir brauchen eine europäische Cloud-Infrastruktur, die nicht nur „made in EU“ ist, sondern auch „controlled by EU“. Das heißt: Europäische Unternehmen, europäische Standards, europäische Kontrolle. Und die öffentliche Hand muss Open Source nicht nur fördern, sondern aktiv einfordern – und zwar mit klaren Kriterien: Keine Blackboxes, keine Backdoors, keine Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern.

Die Politik muss aufhören, sich von Lobbyisten einlullen zu lassen. Es braucht konkrete Gesetze, die Abhängigkeiten bestrafen – und zwar nicht in 10 Jahren, sondern jetzt. Wer öffentliche Aufträge will, muss beweisen, dass er echte Souveränität liefert.

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AvB Alexander von Boguszewski
Seit der Jahrtausendwende beschäftige ich mich mit digitalen Technologien. Nach meinem Studium der Informatik und Wirtschaftswissenschaften war ich als IT-Berater mit den Schwerpunkten Datenintegration und Prozessdigitalisierung tätig. In dieser Zeit konnte ich Erfahrungen als Softwareentwickler, Architekt und Coach in verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichen Technologien sammeln. Der aktuelle Fokus meiner Arbeit liegt darin, Unternehmen beim Aufbau von BigData- und Digitalisierungsprojekten zu unterstützen und das richtige Team für ihre Anforderungen zusammenzustellen. Wir wissen nur zu gut, dass wir tief in komplexen Technologien stecken - aber das Einzige, was wir wollen, ist etwas, das einfach funktioniert. Ich glaube, dass die meisten Probleme in der IT durch zu viel Komplexität verursacht werden. Aber wenn man es genau betrachtet, findet man für 80 Prozent aller Probleme ein einfaches Design - selbst beim Aufbau komplexer IT-Ökosysteme.
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