Statt klar zu sagen „Wir können oder wollen es nicht besser“, kommt dann als Stellungnahme juristischem Kauderwelsch und politischer Wortakrobatik: „nicht in vollem Umfang von vollständiger Souveränität gesprochen werden, da theoretisch Zugriffe auf Anwendungsdaten durch Drittstaaten – zumindest in einer Grauzone – nicht ausgeschlossen werden können“– was für eine peinliche Ausrede!
Dass Drittstaaten – in diesem Fall die USA – theoretisch und praktisch auf unsere Daten zugreifen können, ist doch kein Geheimnis. Wer wirklich digitale Souveränität will, muss eigene Fähigkeiten aufbauen. Punkt. Wer das nicht tut, sollte wenigstens den Mut haben, es offen zuzugeben.
Und ja, den Angriffsvektor Software gibt es auch woanders, aber dieses Rumgeeier ist nur noch nervig.
Wer digitale Souveränität ernst nimmt, muss sie auch konsequent umsetzen. Alles andere ist Augenwischerei.